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Von Juliane Kluge

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Denkwerkstatt Juni 2026

Von „harten Säuen“ und „hellen Köpfen“

Wie viel glauben wir eigentlich über ostdeutsches Familienunternehmertum zu wissen?

Diese Frage beschäftigt mich seit unserer Denkwerkstatt Ende Juni mit unserem LEADING3-Netzwerkteam.

Unser Netzwerkkollege Daniel M. Fabry, M.C. gab uns Einblicke in seine Dissertation, die er an der Universität Witten/Herdecke unter der Betreuung von Prof Dr. Heiko Kleve verfasst hat und im September verteidigen wird.

Im Mittelpunkt standen Narrative ostdeutscher Unternehmerfamilien, die Daniel in zahlreichen Interviews rekonstruiert hat. Mich haben diese Geschichten tief beeindruckt. Sie eröffneten Einblicke in existenzielle Entscheidungen, kreative Wege unter widrigsten Bedingungen und die oft widersprüchlichen Erfahrungen ostdeutscher Unternehmerfamilien mit den Zuschreibungen ihres Umfeldes.

Gerade dort, wo im Kontakt mit Klientensystemen Resonanz entsteht, beginnt professionelle systemische Arbeit. Vorschnelle Annahmen – beispielsweise darüber, was ostdeutsches Familienunternehmertum prägt oder welche Eigenlogik einem Klientensystem zugrunde liegt – können uns daran hindern, auch widersprüchliche Resonanzen neugierig zu erkunden und als wertvolle Informationsquelle zu nutzen.

Vielen Dank lieber Daniel M. Fabry, M.C. für diesen inspirierenden Abend. Deine Forschung hat bei uns einen intensiven gemeinsamen Denkprozess ausgelöst. Genau diese Verbindung aus Wissenschaft, gemeinsamer Reflexion und der konsequenten Frage „Was bedeutet das für unsere Praxis?“ macht unsere Denkwerkstatt im LEADING3-Netzwerkteam für mich so wertvoll. 🙏

Für Deine Verteidigung im September drücken wir fest die Daumen! 🍀

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